Feuerwehren trafen sich traditionsgemäß

Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes in Breckerfeld

Präsident Rolf-Erich Rehm (r.) ernennt Prof. Dr. Roland Goertz zum neuen Fachberater Chemie des Kreisfeuerwehrverbandes
Die neun Feuerwehren sowie die zwei Werkfeuerwehren des Kreisfeuerwehrverbandes trafen sich kürzlich traditionsgemäß in Breckerfeld zum Neujahrsempfang. Präsident Rolf-Erich Rehm konnte neben den Führungskräften und Funktionsträgern der einzelnen Städte viele Gäste aus der Politik und Verwaltung begrüßen. Auch der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, war aus Berlin angereist.

Im vergangenen Jahr ist viel Positives für den Feuerschutz und Katastrophenschutz im Kreis passiert: Präsident Rehm dankte in seiner Rede den Abgeordneten für ein modernes Feuerwehrgesetz in NRW (Gesetz über den Brandschutz, der Hilfeleistung und den Katastrophenschutz), welches seit nunmehr einem Jahr gilt. Er hofft auf die kurzfristige Verabschiedung der noch dringend notwendigen Laufbahnverordnung. Die ersten Planungen für ein Gefahrenabwehrzentraum im EN-Kreis sind angelaufen. Er der Kreisverwaltung, dass hier auf einen "zukunftsträchtigen Weg" gesetzt wird. Die wichtige Rauchmelderpflicht wurde gesetzlich verabschiedet und gilt seit Jahresanfang 2017 in allen Wohnungen. Im Land NRW wird 2017 eine Werbe- und Imagekampagne für die Freiw. Feuerwehren gestartet. Hier dankte er der Politik für den positiven Weitblick. "Hier bringt NRW etwas auf den Weg was einzigartig ist". Rolf-Erich Rehm wünscht sich zukünftig, dass bei Fragstellungen der Kommunen oder der Feuerwehren, die hohe Fachkompetenz des Kreisfeuerwehrverbandes EN mehr mit in den Dialog mit einbezogen wird. Der Kreisfeuerwehrverband hat im vergangenen Jahr einen Vorschlag zur einheitlichen Regelung von Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Führungskräfte im EN-Kreis unterbreitet. Drei Städte sind dem Vorschlag bisher gefolgt.

Anschließend begrüßte der Bürgermeister von Breckerfeld, André Dahlhaus, die Anwesenden. Er wünschte allen ein frohes neues Jahr. Er lobte die Arbeit seiner örtlichen Freiw. Feuerwehr Breckerfeld, u.a. beim großen Scheunenbrand am Jahresanfang 2016.

Landrat Olaf Schade durfte an diesem Tag das dritte Grußwort überbringen. Dem Landrat waren auch die Großbrände in Breckerfeld und am Jahresende in Herdecke in Erinnerung geblieben. "Man ist von der Macht des Feuers sehr beindruckt. Gut und beruhigend ist zu wissen, dass eine professionelle Feuerwehr da ist und mit solchen Situationen gut umgehen kann. Die Menschen sind froh, dass es so gute und professionelle Feuerwehren im EN-Kreis gibt. Herzlichen Dank dafür!" Im Jahr 2017 soll durch den Kreis ein Einsatzleitwagen 2 und zwei Meldekräder angeschafft werden. Schade setzt sich, nach eigener Aussage, auch für einen starken Feuerwehrverband als Interessensvertretung ein. Der Landrat ging auf den Neubau der Leitstelle und eines möglichen Gefahrenabwehrzentrums ein. Die Vorschläge für die verschiedenen Standorte sind eingegangen. Da kein 100 % idealer Standort dabei ist, muss dieser nun nach taktischen und technischen Gesichtspunkten ausgewählt werden. Ein Dank ging abschließend noch an Norbert Lohoff, der vor kurzem wieder zum Vize-Präsident des Verbandes gewählt wurde.

Präsident Hartmut Ziebs überbrachte die herzlichen Grüße des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) aus Berlin. Er betont, dass er immer gerne in seine alte Heimat kommt und dankte den Anwesenden für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr. Ziebs berichtete, wie er persönlich und aus Sicht der Feuerwehr den Terroranschlag in Berlin erlebt hat. Wichtig ist nach Meinung von Ziebs die Mitgliederbindung in den Feuerwehren. "Es müssen nicht nur neue Mitglieder geworben werden, sondern es müssen auch die gehalten werden, die wir schon haben". Nordrhein Westfalen ist bundesweit das einzige Bundeland mit Zuwachsraten im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Indiz dafür, dass das landesweite und ganzheitliche Projekt "FEUERWEHEHRENSACHE" greift. Hartmut Ziebs empfiehlt dringend, dieses wichtige Konzept weiter fortzusetzen. Der Präsident des DFV appelliert, auf Flüchtlinge zur Mitgliederwerbung aktiv zuzugehen: "Das Neue ist immer sehr risikoreich, denn dafür gibt es keine Erfahrungen. Begreifen Sie Flüchtlinge als riesige Chance für die Freiw. Feuerwehren. Gehen Sie auf die Personen zu und holen Sie diese in die Feuerwehren". Abschließend wünschte er dem Kreisfeuerwehrverband EN viel Erfolg im neuen Jahr: "Kommen Sie alle aus den Einsätzen gesund zurück und bleiben Sie alle den Feuerwehren wohlgesonnen. Es lohnt sich!".

Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbek (Winterberg) überbrachte als Bezirksbrandmeister die Grüße der Bezirksregierung Arnsberg. Er wünschte ebenfalls ein gutes Jahr 2017 mit vielen Erfolgen bei den Planungen. Er dankte allen Feuerwehrangehörigen für das geleistete Engagement. "Ihr tut jeden Tag verlässlich etwas Gutes. Feuerwehrleute verdienen großen Respekt und breite Anerkennung". Das Zukunftsprojekt FEUERWEHRENSACHE geht 2017 in die Endphase. Auch Wiedenbeck schließt sich dem Aufruf, das Projekt fortzuführen, an. Am Ende des einzigartigen Projektes steht die große Image- und Personalwerbekampagne unter dem Motto "Für mich - Für alle". Allen Feuerwehren in NRW werden Werbemittel für Aktionen vor Ort zur Verfügung gestellt. Wiedenbeck macht deutlich, dass die Kampagne nicht von alleine läuft und das Zutun der örtlichen Feuerwehr zwingend erforderlich ist. "Nehmen Sie die Möglichkeiten an und gestalten Sie diese vor Ort aus. Bitte macht mit. Es lohnt sich! Für mich - für alle", so der Bezirksbrandmeister. Allen Kameradinnen und Kameraden wünscht er abschließend, dass sie immer mit Freude das wichtige Ehrenamt Feuerwehr ausüben. "Ihr dürft zu Recht stolz darauf sein, Feuerwehrleute zu sein".

Prof. Dr. Roland Goertz wurde von Rehm zum neuen Fachberater ABC des Kreisfeuerwehrverbandes ernannt. Der 47- jährige Goertz ist Diplom Chemiker und Doktor der Naturwissenschaften und war u.a. Leiter der Feuerwehren Erfurt und Karlsruhe. Seit 2012 ist er Professor im Bereich Sicherheitstechnik an der Bergischen Universität Wuppertal. Durch seine Heimat ist er dem Kreisfeuerwehrverband EN sehr eng verbunden.

Traditionell traten auch wieder die Sternsingder aus Breckerfeld wieder auf der Veranstaltung auf.

Ein ganz besonderer Dank ging an die Kameradinnen und Kameraden der Freiw. Feuerwehr Breckerfeld, die den Neujahrsempfang erst möglich gemacht haben. Der Neujahrsempfang klang mit einem leckeren und gemütlichen Mittagsessen bei vielen kameradschaftlichen Gesprächen aus.
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